Wurftalent Niklas Merk reist an die U18-EM!

Der 17-jährige Speerwerfer Niklas Merk vom LC Schaffhausen startet am Wochenende erstmals mit der Schweizer Nationalmannschaft.
In den letzten Jahren gehörte Leon Grosshans vom Leichtathletikclub Schaffhausen im Speerwerfen zu den besten Nachwuchsathleten in der Schweiz. Wegen einer langwierigen Verletzung verpasste er im letzten Jahr unglücklicherweise die Europameisterschaft U18. Sein ein Jahr jüngerer Vereinskollege Niklas Merk lag damals mit 56,09 Metern schweizweit auf Rang sechs. Sein Potenzial war schon damals erkennbar. Vor zwei Wochen steigerte sich Merk ein weiteres Mal in dieser Saison bis auf die sagenhafte Weite von 64,70 Meter: Kantonalrekord und Limite für die Europameisterschaft U18. Für Aussenstehende ist kaum vorstellbar, dass man das 700 Gramm schwere und mehr als zwei Meter lange Wurfgerät über eine solch grosse Distanz werfen kann.
Trainer Wars Aniol führt diese enorme Steigerung auf das intensive Krafttraining im Winter zurück, das speziell auf die Wurftechnik ausgerichtet wurde. Merk hat dadurch stark an Schnellkraft und Explosivität gewonnen. Entscheidender Faktor war zudem, dass er vor einem Jahr die KV-Ausbildung an der Sportschule in Kreuzlingen begonnen hat. Dort hat Merk mehr Zeit um im Kader der Ostschweiz gezielt Speerwerfen zu trainieren.
Hitze an EM für Merk kein Problem
Für die letzten Vorbereitungseinheiten auf der Munotsportanlage hat sich LCS-Trainer Wars Aniol an diesem Arbeitstag extra über Mittag Zeit für seinen Schützling aus Andelfingen genommen. Zur Abwechslung bleibt der Speer weitgehend auf der Seite, Beweglichkeitsübungen und Schnelligkeit stehen ganz bewusst im Vordergrund. Diese Einheiten dienen auch um Verletzungen vorzubeugen, die bei Speerwerfern leider nur zu häufig auftreten. Daneben wird auch der Trainingsplan bis zur EM besprochen. «Zur Vorbereitung passe ich meinen Schlafrhythmus auf die Wettkampfzeit am Samstag um 9.25 Uhr an», erläutert Merk ein interessantes Detail. Sorgen über die Hitze im südlichen Rieti/ITA, 80 Kilometer von Rom entfernt, macht sich Merk keine. Er bevorzugt an Wettkämpfen eher Temperaturen über 30°C als unter 20°C. Betreuer Aniol reist ebenfalls an die EM, denn er will seinem Schützling auch an diesem einmaligen Anlass mit Rat und Tat zur Seite stehe: «Niklas ist zur Zeit in Topform und fühlt sich bestens.»
Zwei weitere LCS-ler mit grossem Potenzial
Neben Niklas Merk setzen zwei weitere LCS-ler auf die Karte Leichtathletik und absolvieren ihre Ausbildung am Sportzentrum in Kreuzlingen. Beide LCS-Talente haben sich nahe an die EM-Limite emporgearbeitet. Lorin Tobler gewann an den Nachwuchs-Schweizermeisterschaften bereits eine Gold- und zwei Silbermedaillen im Hürdensprint. Für die EM-Limite fehlten ihm im Hürdensprint nur zwei Zehntelsekunden, obwohl er noch dem jüngeren der zwei Jahrgänge der U18 angehört. Andrina Raguth wurde 2024 im Diskuswerfen Vize-Schweizermeisterin und hält diverse Kantonalrekorde. Kürzlich verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung im Diskuswerfen auf 38,22 Meter, lediglich zwei Meter von der EM-Limite entfernt. Trainer Wars Aniol ist überzeugt, dass sich Tobler und Raguth noch steigern können und im September zu den Medaillenanwärtern des LCS an den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften zählen.

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Merk mit Speer im Nati-Dress_9964
Merk und Aniol vor Munot_9924
Merk Wurftraining im Nati-Dress_9946
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Zebra Rücken