Tolle Premiere an der EM in Birmingham

16.8.26, Raffael Brandenberger, Birmingham

Fabienne Vonlanthen beendet ihren ersten EM-Marathon auf einem sensationellen 26. Rang und ist damit nur sieben Plätze hinter Fabienne Schlumpf die zweitbeste Schweizerin.
Ihre Zeit von 2:36:57 ist dabei besonders hoch einzuschätzen. Fabienne blieb damit rund eine Minute über ihrer persönlichen Bestzeit und das auf einer äusserst anspruchsvollen EM-Strecke mit einem rund 5 Kilometer langen Rundkurs und insgesamt über 600 Höhenmetern. Zudem war es ein typisches Meisterschaftsrennen, bei dem nicht von Beginn weg auf eine möglichst schnelle Zeit gelaufen wurde. Taktisches Verhalten, Positionierung und das richtige Einteilen waren entscheidend.
Fabienne hat das hervorragend umgesetzt. Sie blieb ruhig, lief ihr eigenes Rennen und konnte sich von Runde zu Runde nach vorne arbeiten. Von Rang 33 verbesserte sie sich kontinuierlich bis auf Rang 26. Gerade bergauf war sie sehr stark und konnte dort immer wieder Plätze gutmachen. Es war ein sehr starkes und mutiges Rennen.
Auch die Verpflegung hat bestens funktioniert. Fabienne konnte ihre eigene Rennverpflegung und den Kohlenhydratdrink wie geplant einsetzen. Die Kühlung bei Kilometer 6, 18, 31 und 36 war ebenfalls Teil der Rennstrategie.
Nach dem Zieleinlauf war Fabienne völlig überwältigt von den Emotionen , gleichzeitig aber einfach mega glücklich:

«Ich konnte meine Leistung abrufen und den Fokus bei mir halten.»

Und genau das war heute ein Schlüssel. Sie liess sich nicht von anderen Läuferinnen oder dem Rennverlauf verunsichern, blieb bei ihrem Plan und lief ihr Rennen. Das hat sich ausgezahlt.
«Ich bin ruhig geblieben und habe mein Rennen gemacht. Das hat sich heute ausgezahlt.»
Nach Monaten voller harter Arbeit, unzähligen Trainingskilometern und vielen Stunden Vorbereitung war dieser Marathon deshalb weit mehr als nur ihre erste EM. Fabienne hat sich heute für diese Arbeit belohnt. Sie durfte erstmals das Schweizer Trikot an einer Europameisterschaft tragen, lief auf internationaler Bühne ein taktisch sehr reifes Rennen und konnte sich bis auf Rang 26 nach vorne kämpfen.
Für sie war das Ziel, Erfahrungen zu sammeln und den Moment zu geniessen. Am Ende hat sie aber deutlich mehr daraus gemacht: Sie hat gezeigt, dass sie auf dieser Bühne bestehen kann. Die Emotionen nach dem Zieleinlauf waren entsprechend überwältigend. Mega glücklich, völlig emotional und mit dem Wissen, heute wirklich alles aus sich herausgeholt zu haben.

Ein Tag, auf den Fabienne unglaublich stolz sein darf.

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Fabienne am EM Marathon
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Zebra Rücken