Erneut eine starke Leistung am „Berlin Half Marathon“
Die Schaffhauser Langstreckenläuferin Fabienne Vonlanthen vom LC Schaffhausen zeigte beim Berlin Halbmarathon erneut eine starke Leistung. Nur drei Wochen nach ihrer persönlichen Bestzeit bestätigte sie ihre Topform eindrücklich und lief in 1:11:11 Stunden ins Ziel – nur wenige Sekunden über ihrer Bestmarke.
In einem hochklassigen Teilnehmerfeld mit über 40’000 Läuferinnen und Läufern klassierte sich Vonlanthen auf dem hervorragenden 27. Gesamtrang. Der Berliner Halbmarathon gehört zu den grössten und schnellsten Strassenläufen der Welt. Die flache Strecke führt durch die deutsche Hauptstadt, vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, und zieht jedes Jahr zahlreiche internationale Spitzenathletinnen und -athleten an.
Vonlanthen startete mutig ins Rennen und reihte sich von Beginn weg in die schnelle Gruppe um die 70-Minuten-Marke ein, in der unter anderem auch Gesa Krause lief. Bereits nach fünf Kilometern wurde das Tempo in dieser Gruppe jedoch weiter verschärft, sodass Vonlanthen abreissen lassen musste.
Die verbleibenden 16 Kilometer entwickelten sich zu einem echten Kampf. Vor allem Passagen mit starkem Gegenwind machten das Rennen zusätzlich anspruchsvoll und kosteten wertvolle Sekunden. Trotz dieser erschwerten Bedingungen bewies Vonlanthen grossen Kampfgeist und hielt das Tempo hoch.
Dennoch blickt Vonlanthen mit gemischten Gefühlen auf das Rennen zurück: «Ich wollte meine Bestzeit nochmals verbessern. Während dem Rennen musst du in wenigen Sekunden entscheiden – gehst du in der Gruppe mit oder nimmst du etwas raus.» In der Verfolgergruppe habe sie bei Kilometer 14,5 gespürt, dass das Tempo nahe am Limit sei. «Ich entschied mich, mit Rückenwind etwas rauszunehmen und verlor nur 10 bis 15 Meter auf die Gruppe. Ab Kilometer 16 kam der Wind dann von vorne – dort hatte ich alleine keine Chance, das Tempo zu halten.»
Im Nachhinein ärgert sie sich über diese Rennphase: «Ich nerve mich etwas darüber. Rückblickend kann ich sagen, ich hätte in dieser Gruppe bleiben müssen und das Risiko nehmen sollen.»
Trotz dieser selbstkritischen Analyse verpasste sie die angestrebte Zeit von unter 70 Minuten nur knapp und zeigte einmal mehr eine Leistung auf höchstem Niveau. Mit einer Zeit nahe an ihrer persönlichen Bestleistung unterstrich sie eindrucksvoll ihre aktuelle Form und bestätigte, dass sie international konkurrenzfähig ist.
Nun richtet sich der Blick bereits nach vorne: Für Vonlanthen geht es direkt ins Trainingslager nach Monte Gordo, wo sie unter optimalen Bedingungen weiter an ihrer Form feilen wird. Anschliessend steht voraussichtlich in rund drei Wochen mit dem Copenhagen Half Marathon bereits der nächste Halbmarathon auf dem Programm.
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