Drei SM-Medaillen für den LCS!

An der Schweizermeisterschaft in Zürich brillierten Malin Rahm, Nadja Lüthi und Roman Sieber vom LCS mit drei Podestplätzen.

Ernst A. Müller

«Ich war froh, dass das Tempo nicht ständig zu hoch war und ich mich zwischendurch erholen konnte,» blickt Malin Rahm vom Leichtathletikclub Schaffhausen auf das 5000-Meter Rennen in Zürich zurück. Im Endspurt konnte die Steeple-Spezialistin diverse Läuferinnen mit schnelleren Bestleistungen hinter sich lassen. Mit ihrer Zeit von 16:47,93 Minuten, nur knapp über ihrem eigenen Kantonalrekord, gewann Rahm als Dritte ihre erste Medaille an Schweizermeisterschaften bei der Elite der Frauen, nach fünf Nachwuchs-SM-Medaillen. Schade finden in ihrer Alterskategorie U23 in dieser Saison weder WM noch EM statt. Liv Egli litt hingegen unter der Hitze und wurde im Ziel von LCS-Kollegin Malin Rahm mit kühlendem Wasser versorgt.

Sieber gewinnt seine 39. SM-Medaille
Roman Sieber schüttelte nach den zwei Nullern im Dreisprung den Kopf. Die Ratschläge von Bruder Simon und Trainer Peter Knoepfli schienen zu helfen, denn im nächsten Versuch landete Roman Sieber bei der Saisonbestleistung von 14,53 Metern. Die drei letzten, weiten Sprünge übertrat er wiederum knapp. Mit dem einzig gültigen Versuch holte sich Sieber Silber und damit insgesamt die 39. Einzel-Medaillen an Schweizermeisterschaften. Sieber war der erste Gratulant als Favorit Sandro Graf aus Altstätten einen Supersprung auf 15,61 Meter gelang.
Nachwuchstalent Nadja Lüthi zeigte ihre besondere Wettkampfstärke, ein gutes Omen für die Weltmeisterschaft U20 in zwei Wochen in Eugene/US. Denn bereits auf der Anfangshöhe musste sie einen Fehlversuch wieder gutmachen. Bei der Medaillenentscheidung über 1,79 Meter gelang ihr der zweite Versuch unter dem Applaus des Publikums. Damit gewann die Marthalerin hinter den Favoritinnen Marithé Engondo und Céline Weber bereits ihre zweite Medaille in der Frauenkategorie.
Lisa Hohermuth sicherte sich die erhoffte Finalqualifikation im Weitsprung als auch den Halbfinal über die Hürden. Die Medizinstudentin belegte mit 6,00 Metern im Weitsprung Rang 7. Über die Hürden sicherte sie sich als Zweite ihres Vorlaufs die Halbfinalqualifikation mit sehr guten 14,27 Sekunden. Lydia Boll konnte wegen Achillesproblemen nicht antreten.

Lüthi und Rahm bereit für die U20-WM
Im Vorlauf über 1500 Meter lief Amaja Rahm erfrischend souverän in 4:25,51 Minuten eine persönliche Bestleistung und beinahe Kantonalrekord. Der Final am Sonntag diente als letztes Vorbereitungsrennen auf die U20-WM. Der Angriff auf den vierzigjährigen Kantonalrekord von Olympiateilnehmerin Simone Meier vom LCS wurde damit - vorerst - vertagt. Im anderen Vorlauf über 1500 Meter ging Aussenseiterin Constantina Künzle munter an die Spitze, da ihr das Tempo zu langsam wurde. Am Schluss strahlte sie über den siebten Rang ihres Vorlaufs.
Oberturner Simon Maron vom TV Dörflingen war beeindruckt vom ehrwürdigen Letzigrund-Stadion. Nach gutem Start über 100 Meter beklagte er einen kleinen Stolperer, so dass es für den Halbfinal nicht mehr reichte. Ayal Schelling kämpfte über 100 Meter gegen muskuläre Probleme im Oberschenkel und verpasste den Halbfinal trotzdem nur um einen Rang.

Hübscher und Rahm zeigten starke Läufe
Im Feld der 5000-Meter-Läufer bildete sich rasch eine Spitzengruppe. Tim Hübscher kontrollierte dort vom hinteren Teil aus den Rennverlauf und konnte so dem Gerangel mit den Gegnern geschickt ausweichen. Im Endspurt legte Hübscher noch zu und verpasste als Vierter einen Podestplatz hinter Serienmeister Jonas Raess nur um einen Rang. «Damit bin ich sehr zufrieden,» kommentierte der Schweizer Steeple-Meister vom LCS seine Leistung.
800-Meter-Läufer Yuriy Rahm liess im Vorlauf in einem taktisch klugen Rennen keinen Moment an der Zielerreichung Finalteilnahme Zweifel aufkommen. Wie sein Vater und Trainer Daniel Rahm befürchtet hatte, fehlte Yuriy verletzungsbedingt das harte Wintertraining noch für zwei Rennen innert zwei Tagen. Umso mehr ist Rang acht beachtenswert.
Mit der Zielsetzung Finalqualifikation verbesserte ein kämpferischer Nicolas Bachmann seine persönliche Bestleistung im Vorlauf über 800 Meter auf vielversprechende 1:52,11 Minuten. Das reichte in der schnellsten von vier Vorläufen trotzdem nicht zu Rang zwei und den Finaleinzug.

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Nadja Lüthi im Hochsprung
Roman Sieber auf Podest
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Zebra Rücken