2xGold, 2xSilber, 2xBronze an Nachwuchs-SM

Der Nachwuchs vom Leichtathletikclub Schaffhausen kehrte von den Schweizer Meisterschaften mit sechs Medaillen in die Munotstadt zurück.
Ernst A. Müller, aus Basel
Neben den sechs Podestplätzen zeigen zehn weitere Top Ten Platzierungen an der Schweizer Meisterschaft (SM), dass der Schaffhauser Nachwuchs in der Leichtathletik für die Zukunft einiges verspricht. Gemäss dem Sportlichen Leiter Daniel Rahm muss dazu aber auch das Trainerteam weiter ausgebaut werden.
Nadja Lüthi souveräne Schweizermeisterin
Der Speaker kündigte den Hochsprung bei den U20-Frauen mit WM-Teilnehmerin Nadja Lüthi vom Leichtathletikclub Schaffhausen als Höhepunkt an. Die ersten drei Höhen übersprang die favorisierte LCS-lerin sicher im ersten Versuch. Nach übersprungenen 1,71 Metern schieden alle ihre Konkurrentinnen aus, so dass Lüthi die Latte gleich auf 1,77 Meter legen liess. Dafür brauchte sie an diesem Tag erstmals einen zweiten Versuch. Auch die 1,80 Meter, nur einen Zentimeter unter ihrer Saisonbestleistung, schaffte die Marthalerin unter dem Applaus der mitgereisten Fans und des zahlreichen Publikums. Danach wurde die Latte auf 1,83 Meter gelegt, was neue Outdoor-PB bedeutet hätte. Doch Nadja Lüthi musste den Wettkampf abbrechen. Das Knie schmerzte so, dass sie verarztet werden musste. Erst nach der Aufmunterung durch die Familie fand sie ihr Strahlen wieder, als sie zuoberst auf dem Podest mit der Goldmedaille zur Zuschauertribüne winkte.
Gold für Liv Egli, Silber für Amaja Rahm
Im gemeinsamen Rennen der U20 und U23 über 5000 Meter bildete sich schon bald eine fünfköpfige Spitzengruppe, welche von Beginn an von U20-WM-Teilnehmerin Anina Hirzel angeführt wurde. Die zwei LCS-lerinnen Amaja Rahm U20 und Liv Egli U23 hielten das Tempo lange mit. Drei Runden vor dem Ziel zog Hirzel das Tempo deutlich an. Einzig die gleichaltrige Steeple-Spezialistin Amaja Rahm konnte kontern, musste dann aber die grosse Favoritin auf der letzten Runde ziehen lassen. Rahm lief nach einer langen Saison in Basel als Vizemeisterin über 5000 Meter mit neuem U20-Kantonalrekord von 16:56,24 Minuten über die Ziellinie.
Liv Egli zeigte ein taktisch geschicktes Rennen. Sie zog trotz heissen Temperaturen regelmässig ihre Runden, so dass sämtliche Gegnerinnen ihrer Altersklasse der Schaffhauserin nicht mehr folgen konnten. So gewann Egli in 16:59,37 Minuten ihren ersten Schweizermeistertitel, nachdem sie in den letzten Jahren im Halbmarathon, Crosslauf und auf der Bahn bereits SM-Silber- und Bronze-Medaillen gesammelt hatte.
Mehrkämpferin Lisa Hohermuth mit Bronze
Lisa Hohermuth absolvierte an der SM bei den U23 am gleichen Tag ein halbes Mehrkampfpensum. Im Diskuswerfen belegte sie im Feld der Spezialistinnen den guten Rang sechs, im Hürdensprint-Final Rang sieben und im Speerwurf Rang 14. In ihrer stärksten Disziplin Weitsprung errang sie mit ihrer Weite von 6,01 Meter den tollen Bronzeplatz. Julia Matzinger erzielte im Dreisprung mit 10,84 Meter Saisonbestleistung und platzierte sich als Zehnte bei den U20.
Versprechen für die Zukunft in Würfen
Trainer Wars Aniol sollte recht behalten, dass seine drei Athleten auch unter schwierigen Voraussetzungen vorne mitmischen können. EM-Teilnehmer Niklas Merk legte im Speerwerfen bei den U18 trotz längerer Verletzungspause bereits früh 61,27 Meter vor. Bis zum Schluss kam kein Gegner an diese gute Marke mehr heran, ausgenommen Supertalent Jevin Rasanayagam. Merk gewann damit nach Bronze vor einem Jahr nun seine erste SM-Silbermedaille.
Andrina Raguth warf den ein Kilogramm schweren Diskus im wohl wichtigsten Wettkampf ihrer bisherigen Sportlerlaufbahn ein weiteres Mal in dieser Saison so weit wie noch nie. Sie verbesserte ihren eigenen Kantonalrekord auf 38,91 Meter und gewann mit deutlichem Vorsprung die Bronzemedaille bei den U18. Im Hürdensprint erzielte sie mit 14,30 Sekunden nochmals persönliche Bestleistung, was ihr den Halbfinalplatz einbrachte. Maja Hogg qualifizierte im gleichen Vorlauf mit Saisonbestleistung von 15,06 Sekunden für den Halbfinal.
Lorin Tobler liess an seinem Saisonhöhepunkt sein Potenzial aufblitzen und schaffte an der SM mit PB den Einzug in den Final über 100 Meter Hürden. Dort steigerte er seine PB nochmals auf 14,22 Sekunden und verpasste die Bronzemedaille nur um eine winzige Hundertstelsekunde. Damit kann das Hürdentalent positiv auf die kommende Saison blicken.
Breit aufgestellter LCS-Nachwuchs
Jael Dommen konnte sich im Vorlauf über 800 Meter bei den U20 mit Saisonbestleistung von 2:19,60 Minuten für den Final qualifizieren, wo sie trotz längerem Trainingsausfall hoffnungsvolle Achte wurde. Lorin Wirthlin rannte über die gleiche Strecke bei den U18 mit 2:05,26 Minuten ins Ziel.
Von der Stabhochsprungtruppe vom LCS kehrten gleich alle drei Rafzer mit Top-Ten Rängen von der Nachwuchs-SM heim. Bei den U16 wurde Dario Hirt mit 2,80 Meter Neunter, Lina Ott mit 2,60 Meter Sechste und Aylin Kleger bei den U18 mit 3,20 Metern Fünfte. Bei den Jüngsten U16 rannte Elena Streule mit 6:51,93 Minuten über 2000 Meter auf Rang zehn. Noelle Heller U18 stellte über 400 Meter mit 65,55 Sekunden eine SB auf, Lio Häberli über 100 Meter Hürden bei den U16 in 14,86 Sekunden eine PB.

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U18-Gruppe
Nadja Lüthi auf Podest_SM Nw 6 9 2026_Foto E.A. Müller
Nadja Lüthi über Latte_SM Nw 6 9 2026_Foto E.A. Müller
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